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Segelflugbundesliga auf Hochtouren

Di, 15.05.2012 von Johannes Böckler

Segelflugverein Bad Wörishofen e. V. auf Platz zwei!

 

In der vierten Runde in der Segelflugbundesliga ging es im wahrsten Sinne Wortes, hoch her. Alle deutschen Ligavereine konnten zu teils sehr schnellen Wertungsflügen starten. Allerdings waren die Mannschaften, der südlich der Donau gelegenen Flugplätze durch das Wetter bedingt, im Nachteil.

 

Am Samstag regnete es in Bad Wörishofen eigentlich nur einmal, nämlich den ganzen Tag ununterbrochen. Die Ligapiloten machten sich schon Gedanken, am Sonntag evtl. von einem Fluglatz auf der schwäbischen Alb aus zu starten, um nicht mit einer Nullrunde in der Tabelle nach hinten durchzurutschen. Die abendlichen Sattelitenbilder gaben aber Hoffnung, am Sonntag doch von Bad Wörishofen aus fliegen zu können.

 

Am Sonntag starteten dann die sehr positiv eingestellten Piloten um die Mittagszeit um nach Norden, dem schönen Wetter entgegen zu fliegen. Die Ersten waren Fluglehrer Hans Mayer mit Flugschülerin Eva Schröder auf dem Schulungsdoppelsitzer Twin Astir III. Übrigens das beste Segelflugzeug, welches die Firma Grob gebaut hat. Sie hatten Glück und fanden unter den immer dichter werdenden Wolken noch sehr gute Aufwinde. Ihr schneller Flug führte bis nach Eichstätt im Altmühltal, weiter entlang der schwäbischen Alb bis nach Mengen an der Donau und wieder zurück nach Bad Wörishofen. Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 87 Stundenkilometer bei 91 Punkten.

 

Die Piloten Robert Schröder, Johannes Böckler und Simon Bönisch setzten auf sehr gutes Wetter im Norden und betankten Ihre Segelflugzeuge mit viel Wasserballast. Allerdings ist ihnen das Abwarten auf noch bessere Thermik dann zum Problem geworden. Denn sie starteten dann bereits im leichten Nieselregen und konnten sich gerade noch aus dem Allgäu in Richtung Fränkische Alb davonschleichen.

 

Ihre Flüge führten dann bis an die tschechische Grenze östlich Cham, von dort nach Westen bis in die Gegend von Schwäbisch Gmünd und wieder zurück nach Bad Wörishofen. Letztlich ging die Rechnung mit den schweren und schnellen Segelflugzeugen dann doch auf. Denn ein schweres Segelflugzeug steigt in der Thermik schlechter, fliegt dann aber schneller vorwärts.

 

Schröder erreichte den zweitschnellsten Flug aller deutschen Piloten mit 143 km/h und 125 Punkten. Böckler 114 km/h und 100 Punkte, Bönisch 103 km/h mit 98 Punkten. Damit konnten sich die Ligapiloten Rang acht in der vierten Runde sichern und machen mit Tabellenplatz zwei weiter auf sich aufmerksam.